Flucht.

Da schlaegt er wieder zu, der Fluchtreflex. Wieder bin ich auf der Suche nach etwas Neuem.
Aber es geht weiter.
Ich hoffe ihr begleitet mich weiterhin.

Lebenswert.

Ich bin in meiner Wohnung, habe vorhin einen Großeinkauf gemacht und weitere Kisten ausgeraeumt und nun sitze ich hier mit frischen Himbeeren, die man direkt auf einem Feld neben meiner Wohnung selber pfluecken kann und meiner großen gruenen Palme, die ich gekauft habe. Vorhin habe ich ein Buecherpaket von Amazon bekommen, draußen ist die Wolkendecke ein wenig aufgerissen und die Sonne strahlt zum Fenster herein und es geht mir wirklich gut.
Spaeter wird noch geputzt, gekocht und dann rufe ich nochmal bei José an. Sie hatte heute ihr Abschlussgespraech bei McDreamy und hat ihm meine Nachricht ausgerichtet und ich muss doch wissen, was er gesagt hat. Nach seinem Verhalten zu schließen glaube ich schon, dass er Interesse hatte und noch ist nicht alles verloren. Wer weiß schon, was das Leben noch so fuer uns bereithaelt?
Doch, es geht mir gut.

Home.

It’s not okay because he made me laugh. Because I didn’t have to pretend to be anything other than who I am when I was with him. Because I don’t believe that stuff about finding your other half, but because I do believe that what you look for is someone who makes you a better person when you’re with them, who changes you for the better, who makes you the best person you can possibly be, and because I thought I had found that in him.

Ich bin gerade in meiner eigenen Wohnung und sitze in meinem wunderbaren Wohnzimmer auf meiner wunderbar bequemen roten Couch. Ich bin zwar noch nicht offiziell umgezogen, aber heute uebernachte ich hier und am Samstag ziehe ich dann endgueltig um, mit allen meinen Besitztuemern. Ich haette nicht damit gerechnet, aber ich fuehle mich jetzt schon so wohl hier, so als haette ich schon immer hier gewohnt. Ich fuehle mich zuhause.
Und ich glaube der Umzug wird mir gut tun, ich glaube es ist richtig endlich auf eigenen Fuessen zu stehen. Ich freu mich drauf.
Ansonsten kann ich nicht sagen wie es mir geht. McDreamy fehlt ueberall und ich haette nie gedacht, dass es wirklich so sein koennte. Ich habe zwar damit gerechnet, dass er mir fehlen wird, aber doch nicht so sehr. Es fuehlt sich an, als haette mir jemand ein Loch in den Bauch gerissen und dabei hatte ich ja noch nicht mal etwas mit ihm. Es ist.. verrueckt.
Ich habe so viele Fragen an ihn, so viele Dinge die ich gern wissen wuerde. Warum er aus St. Petersburg herkam zum Beispiel und wie lange er schon Tango tanzt. Was seine Lieblingsmusik ist und sein Lieblingsessen, wie seine Wohnung aussieht und warum er gerade Chirurg geworden ist. Ich moechte einfach alles ueber ihn wissen, ich wuerde ihn so gern einmal Russisch sprechen hoeren, ich wuesste so gern wie sich seine Beruehrungen anfuehlen..
Und ich merke jetzt schon, dass ich nicht mehr weiß wie seine Stimme klingt, dass mir die ersten Details schon verschwimmen. Mein Hirn war jedes Mal, wenn ich bei ihm war, so durcheinander, dass ich mir so Vieles nicht merken konnte, dass ich auf so Vieles nicht geachtet habe. Ich wuerde am Liebsten alles festhalten und in bunten Glaesern konservieren, damit ich nie mehr vergesse.
Ich habe Angst, dass bald alles verschwindet.

Sehnsucht.

“My heart stopped. It just stopped beating. And for the first time in my life, I had that feeling. You know, like the world is moving all around you, all beneath you, all inside you, and you’re floating. Floating in midair. And the only thing keeping you from drifting away is the other person’s eyes.”

Ich werd noch verrueckt, ich werd wirklich noch verrueckt.
Mein kompletter Tagesablauf ist voellig aus der Bahn geraten, weil ich an nichts anderes mehr denken kann als an ihn.
Ich habe eben mit José telefoniert und sie gefragt wie es ihr geht und wie es in der Klinik aussieht. Sie hat mir ein bisschen von ihm erzaehlt und nur wieder bestaetigt, dass er zu niemandem so nett ist wie zu mir. Sie war heute bei ihm, weil ihre Kompressionsstrumpfhosen staendig herunterrutschen und das Einzige was er dazu sagte, war: „Ziehen sie einfach den Gummibund fester zu.
Bei mir war er so anders. Auch ich hatte anfangs Probleme mit den Kompressionen, aber mich fertigte er nie so ab, mir hoerte er zu, bei mir gab er sich immer Muehe zu helfen und machte sogar mehrere Termine aus, nur um zu schauen ob alles okay ist.
Am Freitag hat José ihr Abschlussgespraech bei ihm und sie hat sofort gemerkt, dass er mir fehlt. Ich musste nicht mal etwas sagen, sie wusste es einfach. Also fragte sie, ob sie ihm etwas von mir ausrichten soll und obwohl ich tausend Dinge haette, die ich ihm gerne sagen wuerde, fiel mir nichts ein. Also meinte ich nur: „Sag ihm viele Grueße und dass ich ihm bald das Foto von uns schicke..“ und sie versprach, es ihm auszurichten.
Am Freitag werde ich sie dann wieder anrufen. Vielleicht fragt er ja wenigstens wie es mir geht.. vielleicht gibt er mir irgendein Zeichen.
Und auch wenn es nur eine kleine Hoffnung ist, ist es momentan alles an dem ich mich festhalten kann. Ich weiß einfach nicht was ich sonst tun soll.
Ich bin so schrecklich neidisch, dass sie ihn immer noch sehen kann und ich so weit weg bin. Es kommt mir vor als waere ich nicht 2 Stunden, sondern ganze Welten von ihm entfernt.. Und dabei ist alles was ich moechte, ihn einfach nur zu sehen, in seiner Naehe zu sein, seine Stimme zu hoeren.

Geschützt: Fotos Teil 4

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Herz vs. Kopf

Er fehlt mir immer noch und am Liebsten wuerde ich in den Zug steigen und zurueckfahren in den Schwarzwald.
Ich weiß immer noch nicht, wie ich ihn oder sein Verhalten einschaetzen soll. Er hat mich so anders behandelt als all die anderen Patienten, er war so viel lieber und vorsichtiger zu mir. Er fragte mich, ob ich ihm das Bild von uns beiden schicken kann und er wollte immer wissen, was ich abends vorhabe. Sowas fragt man doch nicht, wenn man kein Interesse an jemandem hat. Und trotz allem kann ich ihn ueberhaupt nicht einordnen, er ist mir ein komplettes Raetsel.
Als ich am Sonntag ging und mich bei ihm verabschieden wollte, hat mir die Schwester unmissverstaendlich klargemacht, dass das nicht angebracht ist. Ich solle einfach gehen und sie wuerde ihm dann ausrichten, dass ich Tschuess gesagt haette. Ich weiß nicht warum sie so reagierte, ob sie eifersuechtig war oder ob sie etwas wusste, was ich nicht wusste, aber ich hab mich nicht von ihr abwimmeln lassen. Ich hab trotzdem auf ihn gewartet und als er kam, nahm er sich Zeit fuer mich, obwohl er eigentlich zu einem „Notfall“ gerufen worden war (es war kein richtiger Notfall, aber er war eben angepiepst worden und in Eile). Er nahm sich Zeit und er gab mir nicht nur einmal die Hand, sondern gleich mehrmals, so als wolle er sie gar nicht loslassen.
Er war so anders zu mir und ich frage mich die ganze Zeit wieso. Hatte er wirklich Interesse? Sein Verhalten spricht absolut dafuer.
Andererseits.. fast alle Patientinnen hatten sich irgendwie in ihn verguckt, er haette jede haben koennen! Wieso sollte er sich denn ausgerechnet fuer mich interessieren?
Er verwirrt mich und noch mehr verwirrt mich, dass ich nur noch an ihn denken kann. Ich will das eigentlich gar nicht, aber ich kanns nicht abstellen. Selbst wenn ich schlafe laesst er mich nicht los, seit Sonntag traeume ich nur noch von ihm. Den ganzen Tag ueber frage ich mich, was er wohl gerade macht, ob er vielleicht sogar auch mal an mich denkt. Es fuehlt sich falsch an, ich habe die ganze Zeit das Gefuehl ich muesste „zurueckkehren“ zu Christoph, weil Christoph doch mein Held ist und immer sein wird. Und vielleicht ist McDreamy ja nur eine Illusion, vielleicht waere nie etwas aus uns geworden. Aber sag das mal einem Herzen, das ploetzlich nur noch fuer ihn schlagen will.
Da hilft keine Logik, da hilft einfach keine Vernunft.

Geschützt: Addicted.

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